Ihr Tier und Akupunktur

Akupunktur ist eine Jahrtausende alte, ursprünglich aus China stammende Methode der Behandlung von verschiedenen Krankheiten die neben Ernährung, Kräuterheilkunde und Tui Na (eine Form der Massage) ein Standbein der Traditionellen Chinesischen Medizin darstellt. Der Zweig diese Art der Medizin, die sich mit Tieren beschäftigt, wird generell als TCVM (Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin) bezeichnet.

Aufgrund ihrer Effizienz und extrem guten Verträglichkeit hat sich die Akupunktur als Behandlungsform nicht nur über diesen langen Zeitraum hindurch erhalten, sondern auch weiterentwickelt. Seit den 70er Jahren hat sie auch in westlichen Ländern Einzug gehalten (Europa und Nordamerika) und sich als ausgesprochen nützliche Methode erwiesen.

Was ist Akupunktur, wo wird sie eingesetzt und was kann man erwarten?

Akupunktur ist eine Behandlung mit dünnen, flexiblen, aber sehr scharfen sterilen Einwegnadeln, die heutzutage generell aus Stahl (wie Injektionsnadeln) hergestellt werden. Der Akupunkteur wird zuerst aufgrund einer guten Anamnese, Ergebnissen von schon vorliegenden Untersuchungen (Laborbefunde, Röntgen, Ultraschall), Pulskontrolle, Adspektion des Patienten und der Palpation von bestimmten Akupunkturpunkten eine TCVM Diagnose stellen und davon ein Behandlungsprotokoll erarbeiten. Dieses dient als Richtlinie für Zahl und Größe der Nadeln, Länge und ungefähre Anzahl der Behandlungen.

Chinesische Medizin ist ein absolut anderes Konzept als die Schulmedizin, lässt sich aber sehr gut in Verbindung mit der Schulmedizin einsetzen und ergänzt sie, sodass der Patient mit dieser Kombination generell mehr profitiert als von einer Art der Diagnose und Behandlung allein.

Es ist natürlich überaus wichtig, Vor- und Nachteile des jeweiligen Systems für den Patienten genau abzuwiegen um eine entsprechende Behandlung sinnvoll einsetzen zu können. Dazu muss darauf hingewiesen werden, dass eine solide theoretische sowohl als auch praktische Ausbildung des entsprechenden Tierarztes in TCVM vorerst einmal notwendig ist, dann aber auch, da sich TCVM sowie Schulmedizin ständig weiterentwickelt, fortgesetzt werden muss.
Informationen dafür und generell genaueres über TCVM können sie auf der IVAS Webseite (www.ivas.org) und auch auf der Webseite des Chi Institutes (www.tcvm.com) erfahren.

TCVM sieht den Körper als Energiesystem, welches nur dann einwandfrei funktionieren kann (also gesund ist), wenn die Energie (Qi) frei in ihren vorgegebenen Bahnen (Meridianen) zirkulieren kann. Diese Meridiane verlaufen sowohl im Körperinneren als auch auf der Körperoberfläche, wo sie an bestimmten Stellen Akupunkturpunkte enthalten. Durch das Setzen der Nadeln in diese Punkte kann die Energie beeinflusst werden und so die Balance im Körper wiederhergestellt werden.
Aus diesem Konzept ist ersichtlich, dass TCVM eigentlich in jedem Krankheitsbild eingesetzt werden kann. Allerdings ist dies nicht immer sinnvoll, da die Schulmedizin in vielen Fällen oft einfachere und effizientere Behandlungen durchführen kann.

Akupunktur hat aber einen ganz enorm wichtigen Stellenwert in der Behandlung von degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates (hier entweder zusammen mit konventionellen Schmerzmedikamenten und Physiotherapie, aber auch alleine, vor allem wenn gängige Schmerzmittel vom Patienten nicht vertragen werden). Sehr gute Erfolge werden also bei Bandscheibenvorfällen, Hüftgelenksproblemen, Ellbogenarthrosen und Ähnlichem erzielt. Allerdings sollte TCVM überall dort als mögliche Behandlungsform berücksichtigt werden, wo die Schulmedizin nicht den gewünschten Erfolg zeigt. So können Allergien, Epilepsien, Hautprobleme, Inkontinenz etc. durchaus auch eine Indikation für Akupunkturbehandlung sein. TCVM spielt auch als palliative Therapie in der Krebsbehandlung eine wichtige Rolle.

Generell werden die Nadeln vom Patienten sehr gut akzeptiert. Die meisten Tiere entspannen sich im Verlauf der Behandlung, die nach dem Setzen der Nadeln entweder durch Warten oder Behandlung mit Elektroakupunktur (andauernde Stimulation der Nadeln mit ganz niedrigem Strom) besteht. Dauer der Behandlung variiert je nach Krankheitsbild und Patient zwischen 10 und 30 Minuten und die Behandlungsintervalle sind aus diesem Grund ebenfalls verschieden. Behandlungen können in sehr akuten Fällen täglich notwendig sein, in chronischen für die ersten drei bis fünf Behandlungen zirka einmal pro Woche und dann nach Bedarf (manchmal alle paar Wochen, manchmal alle paar Monate).

Oft stellen die Besitzer fest, dass ihr Tier nach der Behandlung sehr entspannt ist und sich einen guten und tiefen Schlaf gönnt. In seltenen Fällen kann auch das Gegenteil der Fall sein und der Patient verspürt einen ganz enormen Energieschub.

In schwierigen und chronischen Fällen kann es nach einer Behandlung auch kurzfristig zu einer Verschlechterung der Symptome kommen. Diese dauert generell nur ein paar Stunden und wird dann von einer guten Verbesserung des Krankheitsbildes gefolgt.
Wir freuen uns über ihre Fragen und auf ihren Besuch und beraten sie gerne näher um ihrem Tier die bestmögliche Chance auf eine gute Gesundheit und hohe Lebensqualität zu bieten.

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